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2004: 50 Jahre Restaurierung und Konservierung von Möbeln
und Holzobjekten

Von der ersten Werkstatt bis zur staatlich anerkannten Fachakademie
zur Ausbildung von Restauratoren des A. R. Goering Instituts e.V.



Die Entstehung des Instituts

Alfred René Goering absolvierte als gelernter Bildhauer seine Ausbildung zum Restaurator in den renommierten Institutionen des Bayerische Nationalmuseums und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.
1954 eröffnete er, mit bereits großer Berufserfahrung in der Restaurierung bedeutender Kunstobjekte gut gerüstet, im Rückgebäude der Giselastraße 7 eine Restaurierungswerkstatt für Möbel und Holzobjekte. Wertvolle Kunstgegenstände, wie gefasste Skulpturen und andere Holzobjekte sowie bedeutendes Mobiliar waren von Beginn an der Gegenstand seiner Tätigkeit.

Seine hohe Kompetenz und ihre Anerkennung durch seine Auftraggeber führten bald zum Erfolg und zum Ausbau der Werkstätten. Bestrebt, sein Wissen ständig zu erweitern und es vor allem weiterzugeben, etablierte er in seiner Werkstatt 1963 eine der ersten geregelten Praktikantenausbildungen.
   
Ein systematischer Ausbildungsweg in seinem Beruf sollte nicht nur das Wissen um alte Fertigungstechniken, fachgerechte Schadensbehebung bzw. Konservierung fördern, sondern damit auch die zusätzliche Beschädigung der Objekte durch allzu eifrige Renovateure bewirken.

1982 erfolgte die Gründung des Instituts für angewandte Restaurierung als gemeinnütziger Verein, der den seit 1963 bestehenden Ausbildungsablauf übernahm.

In mehrjähriger Arbeit war ein Ausbildungskonzept erarbeitet worden, welches theoretische Grundlagenvermittlung bei gleichzeitiger praktischer Übung und Anleitung beinhaltete.
Eigene, sehr gut ausgestattete Werkstätten waren dafür bereits vorhanden, während für den Theorie-Unterricht nach und nach eigene Räume für Unterricht, Mikroskopie, Objektanalytik, Fotografie und Computerarbeit sowie ein chemisches Labor eingerichtet wurden. Später kam noch eine komplett ausgestattete Metallwerkstatt hinzu.

Alfred René Goering legte erstmals nach den Grundsätzen der praktischen Denkmalpflege die Ausbildungsziele und Lehrinhalte auf wissenschaftlicher Basis in einem 3-jährigen Ausbildungsplan fest und verließ damit das übliche Verfahren, Anwärter des Restauratorenberufs als Praktikanten eine Art Fortbildung im Handwerk absolvieren zu lassen. Damit war ein Ausbildungsgang geschaffen, für den es kein Vorbild gab und der in der gesamten Bundesrepublik Deutschland einzigartig geblieben ist.

Mit Hilfe des gemeinnützigen A.R. Goering Instituts und auf Grundlage des bestehenden Ausbildungsplans wurde 1984 die staatlich genehmigte Fachschule Goering Privat-Institut e.V. für Restauratorenausbildung, Fachbereich Möbel+Holzobjekte eingerichtet.

Bereits 1987 erfolgte die staatliche Anerkennung durch das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Das A. R. Goering Institut e.V. ist Träger der staatlich anerkannten Fachakademie zur Ausbildung von Restauratoren für Möbel und Holzobjekte in ihrer heutigen Form.
 
 
 
Die Ausbildung

Damit die Studierenden die ausreichende Übung in den erforderlichen Fertigkeiten erlangen können, bildet der Praxisanteil der Fachakademie mit 50% der Unterrichtszeit einen Schwerpunkt der Ausbildung. Er besteht aus der praktischen Anleitung, Unterweisung und Betreuung auf Grundlage der Wissensvermittlung aus den theoretischen Fächern.

Den zweiten, im Zeitaufwand gleich gewichteten Schwerpunkt bildet der Theoriebereich, in welchem die Fächer Fachtechnologie, Polychromie, Kunstgeschichte, Naturwissenschaftliche Grundlagen, Chemie, Biologie, Dokumentation und technologische Gutachten, Objektanalytik, Fototechnik, Kunststudien und Wirtschaftskunde gelehrt werden.

Die Aufnahmevoraussetzungen am Institut sind laut Beschluss des Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst für Bewerber mit mittlerem Schulabschluss bzw. Abitur eine abgeschlossene Ausbildung in einem holzverarbeitenden Handwerk, wobei zusätzlich ein einjähriges fachbereichsbezogenes restauratorisches Praktikum empfohlen wird. Die Anwärter mit Hochschulreife können als Alternative zum erwähnten Berufsabschluss ein mindestens zweijähriges, entsprechendes Praktikum wählen.
Die Praktika sind durch Dokumentationen nachzuweisen. Alle Bewerber müssen sich überdies vor Ausbildungsantritt einem Eignungsverfahren unterziehen. Nach dreijähriger Ausbildungszeit absolvieren die Studierenden die Abschlussprüfung und führen dann die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte(r) Restaurator(in)".

Der ungebrochene Zulauf von Studierenden an die Fachakademie zeugt von der hohen Akzeptanz, die das Konzept der Ausbildung mit hohem Praxisanteil und ganztägiger Betreuung durch kompetente Dozenten genießt.

Aus oben genanntem Anlass ist eine Broschüre über unsere Ausbildungsstätte und ein Sachbuch von A.R.Goering als CD erschienen.



Leseprobe: Sachbuch von A.R. Goering (PDF)