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Halbzeit der Restaurierungsarbeiten der Sakristeiausstattung der Brünner Jesuiten-Kirche Mariä Himmelfahrt

- zum Gemeinschaftsprojekt der höheren Schule für Restaurierung aus Brünn, Tschechien und der Fachakademie für Restauratorenausbildung, dem Goering Institut e.V, aus München.

Das durch Gelder von Erasmus+ und der BKM (Bundesbeauftragte für Kultur und Medien) geförderte Gemeinschaftsprojekt tschechischer und deutscher Restaurierungsstudenten ging Anfang Oktober in die zweite Runde, die gleichzeitig schon die Halbzeit des Projekts einläutete.

Gegenstand der restauratorischen Zusammenarbeit ist ein barocker Sakristeischrank, geschmückt mit polychromen Skulpturen und Gemälden, welcher in der Maria Himmelfahrts-Kirche in Brünn, Tschechien steht. Das auf den ersten Blick gut erhaltene Möbel weist einen massiven Feuchteschaden und gravierenden Schädlingsbefall auf. Daneben liegen zahlreiche konstruktive Schäden, Fehlstellen und unfachmännisch ausgeführte Überarbeitungen vor.

                     

Entsprechend groß war das zu erwartende Arbeitspensum. Hoch motiviert gingen daher bis zu 24 tschechische und deutsche Studenten ans Werk. Wurden zu Beginn der ersten Woche noch letzte Befunde verifiziert und Vorgehensweisen verfeinert bzw. abgestimmt, so ging es schon zum Ende der Woche mit vollem Einsatz an die Umsetzung der Maßnahmen. Ein Teil des Sakristeischrankes wurde ausgebaut, um die Ursache für den massiven Feuchteschaden in dem Bereich zu klären. Gefunden wurde im Zuge dessen nicht nur verrottetes, durchnässtes Konstruktionsholz auf einem feuchtedurchlässigen Ziegelboden, sondern auch die originale Sockelkonstruktion, welche zwischenzeitlich unter aufgenagelten Dielenbrettern und aufgeklebtem Teppich versteckt worden war. Gerade in Bezug auf das Feuchteproblem ist die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Denkmalamt sehr eng und konstruktiv. Auch seitens der Kirche wird das Engagement der Schulen sehr begrüßt und unterstützt.

                     
                         
 
Neben den Maßnahmen in der Sakristei arbeitete der überwiegende Teil der Studenten in den Werkstätten der Schule, in die sämtliche polychromen Objekte und Gemälde, Schubladen und Türen transferiert wurden. Dort wurde freigelegt und ergänzt, geschnitzt und dokumentiert.

Die sprachliche Barriere wurde auch diesmal schnell überwunden. Neben der Projektsprache Englisch wurde auch auf Deutsch sowie natürlich mit Händen und Füßen kommuniziert.
                     
                         

Neben der eigentlichen Arbeit wurde für die Studenten wie Dozenten ein abwechslungsreiches Freizeit- und Fortbildungsprogramm geboten. Den Auftakt machte eine individuell gestaltete Stadtführung. Besichtigt wurde in der ersten Woche die Villa Tugendhat und die auf das Unternehmen der Gebrüder Thonet zurückgehende Bugholzfabrik TON a.s. in Bistritz am Hostein. Beides sehr beeindruckende Erlebnisse. In der zweiten Woche stand unter anderem eine Kirchweihfeier mit mährischen Volkstänzen auf dem Programm.

Voller Eindrücke und Bereicherungen aus diesem nun abgeschlossenen Workshop machen sich die Beteiligten bereits an die Vorbereitungen für den 3. Arbeitseinsatz in Brünn, der im Frühjahr 2016 stattfinden wird. Seitens der tschechischen Restauratoren werden in der Zwischenzeit auch die praktischen Arbeiten an den Objekten vorangetrieben, um den Abschluss der Maßnahmen im Herbst des kommenden Jahres realistisch zu machen.

Die Vorfreude auf das Wiedersehen im kommenden Frühjahr ist schon jetzt groß!

Anne Denk

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