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Exkursion nach Neuwied - 2018

Am 16.10.2018 fuhren wir, die Studierenden aller Jahrgangsstufen der Fachakademie nach Neuwied, um das Roentgenmuseum und die dort laufende Ausstellung „Schichten“ zu besuchen.

Auf dem Weg dorthin, den wir mit einem gecharterten Bus zurücklegten, gab es einen Zwischenstopp in Nürnberg, wo wir im Germanischen Nationalmuseum unter der kundigen Führung von Martin Meyer die erste „Portion“ an Roentgenmöbeln besichtigten, ebenso wie die kleine Ausstellung von den Möbeln und Ausstattungen von Richard Riemerschmidt. Obgleich die Zeit kurz war – wir hatten ja nur 2 Stunden Aufenthalt – gelang uns noch hie und da ein kleiner Blick auf die übrigen Objekte und wir verabschiedeten uns von dort mit dem Gefühl, unbedingt wiederkommen zu müssen!

In Neuwied angelangt, hörten wir nach dem Einchecken in unserer schönen Bleibe, dem Gästehaus des Klosters Sayn, den Vortrag „Von Roentgen bis Thonet – Sitzmöbel aus drei Jahrhunderten“ von Bernd Willscheid. Abends gab es in Sayn ein schönes geselliges Abendessen in dem Restaurant des Gästehauses.

Am nächsten Tag erwartete uns im Museum ein umfangreiches Besuchsprogramm mit den beiden Ausstellungen: Zum einen die Roentgenmöbel, wobei uns Bernd Willscheid durch die große Sammlung führte, die Möbel öffnete, Mechanismen erklärte und für uns sogar das Musikspiel der großen Bodenstanduhr erklingen ließ. Zum anderen geleitete uns Wolfgang Thillmann durch die Ausstellung mit dem Titel „Schichten“, die der Geschichte und der Technik des Schicht- bzw. später des Sperrholzes gewidmet war. Es war überraschend zu erfahren, dass es bereits am Ende des 18. Jahrhunderts Möbel gab – hier vertreten durch einen Tisch von Georges Jacob –, deren gebogene Teile mit Schichtholz gefertigt wurden. Dies war kein Einzelfall, denn kurz darauf folgten Joseph Chapuis in Belgien und Jean Pierre Guichard in der Schweiz, die sich dieser Technik bedienten. Die Ausstellung führte zu weiteren Beispielen von Möbeln, an denen immer neue Verwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten von Schicht- und Sperrholz aufgezeigt wurden.

Für die Fülle der Objekte und Informationen blieb auch hier die Zeit knapp, so dass mancher, trotz der Wissensbereicherung bedauerte, nicht länger bleiben zu können. Schade drum, aber sehr schön war’s doch! Herr Willscheid und Herr Thillmann haben uns sehr freundlich empfangen und überaus sachkundig durch die Ausstellungen geführt, dafür unser herzlicher Dank an dieser Stelle!


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